Was sieht die Welt bei uns?

 

Und es gab Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Land. (1. Mose 13,7)

 

Als Abraham und sein Neffe Lot ins Land Kanaan kommen, bringen sie Vieh sowie Knechte und Mägde mit. Die Reise nach Ägypten führt dazu, dass der Pharao ihnen neben Knechten und Mägden auch noch eine Menge an Kleinvieh, Rindern und Eseln schenkt (Kap. 12,5.16).

 

Zurück in Kanaan wird das zu einem Problem: Die Herden sind jetzt so groß, dass zwischen den Hirten Abrahams und den Hirten Lots Streit um die Weideplätze aufkommt. Im gleichen Atem­zug lesen wir in unserem Tagesvers: „Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Land.“ Das kann ein Hinweis darauf sein, dass Abra­ham und Lot die zur Verfügung stehenden Weideflächen mit den Bewohnern des Landes teilen mussten. Aber sicherlich will Gott uns damit auch sagen, dass dieser Streit vor den Augen der Welt stattfand. Wie beschämend ist das für Gläubige!

 

Kommt so etwas nicht auch in unseren Familien vor und in der Familie Gottes? Nur zu schnell gibt es Streit um banale Dinge oder um materiellen Besitz! Zank unter Gläubigen ist immer schlecht; aber es ist doppelt schlimm, wenn das Zeugnis vor der Welt dadurch beeinträchtigt wird. Daher tadelt der Apostel Paulus die Korinther: „Es rechtet Bruder mit Bruder, und das vor Ungläubigen!“ (1. Korinther 6,1-8)

 

Das Gegenteil sollte der Fall sein: Die uns umgebende Welt sollte bei uns Gläubigen Frieden und gegenseitige Liebe finden. Deshalb sagte der Herr Jesus kurz vor seinem Tod: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ Gegenseitige Liebe im Volk Gottes ist ein kraftvolles Zeugnis vor der Welt. (Johannes 13,35)

 

Was sehen die ungläubigen Menschen in unseren Familien und in unseren örtlichen Versammlungen (Gemeinden): Streit oder Frieden?

 

( Beitrag aus Der Herr ist nahe vom 9.2.2021 entnommen )

 

( Alle Bibelstellen der Schlachter 2000 entnommen )